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Stand: 13.01.2017
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Kunstführung 07/08

Neue LU Ausgabe 7+8/2008  tim

Weltkunst prägt die Stadt

Marlis Jonas und Dr. Richard W. Gassen bieten Kunstspaziergänge an

EINZIGARTIGE WERKE VON BERÜHMTEN INTERNATIONALEN KÜNSTLERN PRÄGEN DAS STADTBILD VON LUDWIGSHAFEN. EIN WEGWEISER AUF DER KÜNSTLERISCHEN SPURENSUCHE IST DER 2007 VERÖFFENTLICHTE BAND „KUNSTRAUM STADT". DARÜBER HINAUS BIETEN DIE BEIDEN VERFASSER DER PUBLIKATION, DIE FOTOGRAFIN MARLIS JONAS UND DER KUNSTHISTORIKER DR. RICHARD W. GASSEN, VERSCHIEDENE FÜHRUNGEN AN.
Ausgangs- und Treffpunkt dieser Begegnung mit der „Kunst im öffentlichen Raum" ist dieses Mal die Pfalzsäule auf dem Theaterplatz. Gestaltet wurde die Skulptur von den Bildhauern Blasius Spreng (München) und Ernst W. Kunz (Henschhausen/St. Goar). Das Kunstwerk aus Granit mit der stolzen Höhe von 21 Metern erinnert auch an die Eröffnung des Theaters im Pfalzbau im Jahr 1968. Eingravierte Zeichnungen verraten die Verbindung zum Vater Rhein.
Nur ein paar Meter weiter entdeckt der aufmerksame Passant weitere Großskulpturen. Gleich mehrere Kunstwerke umrahmen und schmücken das Wilhelm-Hack-Museum, das 1978 seine Pforten öffnete. An der Kreuzung Kaiser-Wilhelm-Straße fallen die zwei monumentalen Stahlbänder ins Auge, die sich zu einer unregelmäßigen Spirale verbinden. Die Skulptur „Deux lignes indétermineés - Zwei unbestimmte Linien (1993)" stammt von Bernar Venet, einem der prominentesten französischen Vertreter der Konkreten Kunst.
Den Blick magisch an zieht im Prinzip schon das farbenprächtige monumentale Kunstwerk - die Miró-Wand im unmittelbaren Sichtbereich. Die Südostseite des WilhelmHack-Museums besticht durch ein buntes 55 Meter langes und zehn Meter hohes Gemälde mit skurrilen Lebewesen und Fantasiegestalten. Laut Dr. Gassen handelt es sich bei diesem Wandbild um „den größten Miró der Welt". Die Fassade - 1979 fertig gestellt - setzt sich aus insgesamt 7.200 glasierten Kacheln zusammen. Einzeln wurde jede in der Werkstatt des Keramikers Gardy Artigas nach dem Entwurf Joan Mirós gefertigt.
Ein paar Meter weiter, rechts die Treppen herunter, wertet „Ombralatina - Südlicher Schatten" von Marcello Morandini den Hans-KlüberPlatz unübersehbar auf. Elf Tonnen schwer ist die schwarzweiße Marmorskulptur des bekannten italienischen Künstlers und Designers, die sich als umgedrehte Pyramide mit einem Dreieck als Grundfläche darstellt. Die zehn Meter hohe Stele „bautechnisch genial", so ein fachkundiger Betrachter, verdankt die Stadt dem Förderkreis des Wilhelm-Hack-Museums.
Große internationale Kunst verkörpert nach dem Treppenaufgang auf der anderen Seite ein weiteres Kunstwerk aus dem Jahr 1991: die „Endlose Treppe" von Max Bill. Der Schweizer Künstler, einer der führenden Vertreter der konkreten Kunst, widmete dieses 10 Meter hohe und 20 Tonnen schwere Monument seinem Freund Ernst Bloch. Der berühmte Philosoph wurde 1885 in Ludwigshafen geboren und starb am 4. August 1977 in Tübingen. 19 Stufen winden sich bei der Endlosen Treppe über den zylinderförmigen Sockel nach oben.
An einem der schönsten Plätze in Ludwigshafen wird an diesem Tag ebenfalls Halt gemacht. Dort nimmt der „Lutherbrunnen" aus Rotsandstein und Bronze gefangen. Gestaltet wurde die schöne Anlage von dem Pfälzer Künstler-Ehepaar Barbara und Gernot Rumpf. Zu einem kurzen Stopp reicht es auch noch beim Haus „Waldkirch", dem architektonisch ansprechenden Bau aus der Gründerzeit in der Amtsstraße 8.
Den Schlusspunkt des aufschlussreichen Kunstrundgangs setzt ebenfalls „die oberste Liga" in der Kunst: Georg Rickeys „Conversation II" auf dem Berliner Platz. Zur Jahrtausendwende schenkte die BASF die Skulptur des amerikanischen Künstlers - einer der herausragenden Vertreter der Kinetik - den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ludwigshafen. Der Luftstrom setzt zwei L-förmige Elemente, getragen auf einer schlanken Stele, konstant in Bewegung. Die großdimensionalen Flügel wirken so, als kommunizierten sie miteinander - daher auch der Name. Die Skulptur ruht auf einem mit Wasser gefüllten Granitsockel.
Möglichst nicht entgehen lassen sollte sich der Kunstliebhaber bei diesem Spaziergang den Abschluss bei einem kleinen Empfang im Atelier von Marlis Jonas, im Hochhaus, 18. Stock, in der OttoStabel-Straße. Denn aus dieser traumhaften Perspektive heraus hat die Ludwigshafener Fotografin schon viele beeindruckende Panorama-Bilder gemacht.
INFORMATION: Nähere Informationen zu den KunstRaum Stadt-Führungen bei Marlis Jonas, Telefon 62 99 585, Fax 629 00 226, E-Mail foto@marlis-jonas.de sowie im Internet unter www.foto.marlis-jonas.de.