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WeldeKunst 04/07

Schwetzinger Zeitung 23.04.07

Bilder fragiler Transzendenz

Prämierte Welde-Kunst

Thomas Schirmböck, Leiter der Galerie "Zephyr" in Mannheim und Jurymitglied, sprach bei der Preisverleihung von dem hohen Niveau der Welde-Kunst-Beiträge. Er sagte, "Kunst muss nicht gefallen, denn dafür haben wir kosmetische Operationen". Der mit 5000 Euro dotierte erste Preis ging an den aus der ehemaligen DDR stammenden Frank Rothe für
seine Serie "Running through the wind".

Rothe, der jahrelang als Reporter Journalismus betrieben hatte, erklärte in einem Gespräch mit unserer Zeitung, wie er sich nach und nach von dem Printmedium entfernte. Auf der Suche nach wirklich guten Fotografien, die seine Stories bebilderten, habe er selbst zur Kamera greifen müssen. In seiner Fotoserie porträtiert Rothe die heutige, im ehemaligen Ostblock lebende junge Generation, die orientierungslos vor sich hintreibt und auf der Suche nach dem eigenen Weg ist.

Den Regionalpreis erhielt die in Ludwigshafen arbeitende und lebende Marlis Jonas für ihre Serie "Volksbanken". Die Serie von Jonas ist in England und in Italien aufgenommen worden und zeigt Menschen in Gesprächen und alltäglichen Konstellationen.

Nachwuchspreisträgerin Stefanie Pluta thematisierte in ihrer dreiteiligen Serie Brot, Milch und Telefon gleichsam physisch nachvollziehbar wie lebende Wesen, in Innenräumen, die menschenleer sind. Dort sei Leben spürbar, so Schirmböck.

Von Horst A. Friedrichs, dem Fotografen der Schwarz-Weiß-Serie alter Menschen, habe man sich bei der Juryrierung am schwierigsten trennen können. Friedrichs wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Seine Fotos drehen sich um "reine Erfahrungen menschlicher Existenz". "Das ist ganz große Porträtfotografie."

Bei Tamara Lorenz' von einem Ventilator aufgeblasenen Tüten handelt es sich um reizvolle Bilder mit temporären Konstellationen. In ihrer farbigen Anlage und Fragilität seien sie etwas ganz Besonderes, meinte Schirmböck, in ihrer Durchsichtigkeit schon transzendent.

In der Ausstellung sind auch die Beiträge der fünf weiteren Besten zu sehen: Astrid Busch (Berlin), Jürgen Chill (Bochum), Susanne Giesa (Stuttgart), Knut Maron(Wismar), Emeka Udemba (Kirchzarten). syd

FDP-Generalsekretär Dirk Niebel (rechts) und Welde-Chef Dr. Hans Spielmann (links) präsentierten in den Räumen der Sparkasse die Welde- Kunstpreisträger 2007. Bild: Schwerdt